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Jahrgänge

2013 - Ein „3“-er Jahr...

...und mal wieder richtig schöne Trollingertrauben

Langer Winter, spätes Frühjahr, trockener Sommer, schneller Herbst

Der Winter 2013 war der Sonnenscheinärmste Winter seit Beginn flächendeckender Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer im Jahre 1951 und unterbot damit den bisherigen Rekordhalter, den Winter 1969/70. Vor allem der Januar und Februar trugen mit extrem wenig Sonnenschein zu diesem Negativ-Rekord bei. Beim Niederschlag zeigte sich der 2013 er Winter dagegen leicht überdurchschnittlich. Die Weinberge waren morgens meist weiß.

Januar: Viele Frost und Schneetage - Februar: Sonne zeigte sich weniger als halb so oft, als im langjährigen Mittel - Rekordkälte im März - Schnee noch im April!

Trübes Frühjahr und verspäteter Austrieb: Mai so kühl, wie seit 30 Jahren nicht mehr

Rekordregen im Mai - Hochwasser/ Jahrhundertflut im Juni. Dritt Trockenster Sommer nach 1983 und 2003: Hitze im Juli - Feuchter August mit Hagelunwetter im Kreis Reutlingen/Göppingen. Das Remstal wurde verschont. Der September war zu wechselhaft und sonnenarm und die erhoffte Aufholjagd des Vegetationsrückstand von zwei bis drei Wochen ist ausgeblieben. Späte, aber schnelle Weinlese: Traubenlese hat „erst“ Anfang Oktober begonnen und ging bei kühlen Temperaturen schnell von statten. Die Erntemenge ist mit mehr als 20 Prozent unter der Normalmenge gering. Die Mostgewichte waren allerdings gut und die feine Aromatik in den 2013 er - Weißweinen gestaltet sich viel versprechend.

2012 - ein Jahrgang im „langjährigen Mittel“ viel Abwechslung bei der Weinlese

Ein intensiver Winter: Trocken und kalt! Vor allem der die Kältewelle Anfang Februar, die Temperaturen unter -20°C bescherte und somit zum kältesten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen führte, bleibt im Gedächtnis. Darauf folgten ein sonniger März, ein warmer April, ein sonniger Mai und ein regnerischer Juni. Eine Hitzewelle Mitte August und ein schöner Spätsommer mit trockener und sonniger Witterung im September erfreute das Winzerherz und förderte einen optimalen Reifeverlauf mit Ausbildung der gewünschten Aromenvielfalt bei allen Sorten! Insgesamt ein gemäßigter und angenehmer Witterungs- und Vegetationsverlauf. Die Traubenqualität war durchgängig hoch, dank des Goldenen Oktobers. Nach herbstlichen Wärmerekorden folgte der erste Schnee Ende Oktober! Die letzten Rieslingtrauben waren zum Zeitpunkt des frühen Wintereinbruchs bei hohen Mostgewichten gerade geerntet. Für unsere spät reifenden Cabernet- und Syrahtrauben kam der plötzliche Vegetations- Stopp allerdings einige Tage zu früh, sodass die optimale Reife nicht erreicht wurde und wir uns für die Kelterung zu Roséweinen entschieden haben.

Die letzten Jahre in Stichworten

2011 - Ungewöhnlich von Anfang bis Ende und überdurchschnittlich in jeder Hinsicht.

Weißweine:

  • Früheste Weißweinsorte - Sauvignon Blanc - war bereits Anfang September reif
  • Hohe Mostgewichte (Anstieg zwischen Vorlese und Hauptlese von 15 °Oechsle!)
  • Hohe Erntemengen

Rotweine:

  • Cabernet Franc bei optimaler Reife in der zweiten Novemberwoche geerntet
  • Unheimliche Komplexität
  • Kaum Rotweine mit unter 100 °- daher hohe Alkoholwerte

2010 - Schwieriges Jahr und kleine Ernte

Weißweine:

  • Späte Blüte führte zu verrieselten Trauben
  • Frisches, klares Sortenbukett
  • Erhöhte Säurewerte

Rotweine:

  • Später Vegetationsbeginn und späte Lese
  • Vollreife wurde oft nicht erreicht
  • leichte Alkohol- undTanninstruktur

2009 - Spitzenjahrgang nach ungewöhnlich abwechslungsreichem Jahr

Weißweine:

  • Gut wasserversorgte Weinberge
  • Klares Aromaprofil
  • Beste Voraussetzungen zur Reifung und Empfehlung zur Lagerung

Rotweine:

  • Bei jeder Sorte wurde die optimale physiologische Reife erreicht
  • Volle Aromatik und kräftige Tanninstruktur
  • Hohes Reifungspotential

2008 - Ein zweiter Traumjahrgang in Folge

Weißweine:

  • Hohe Tag-Nacht-Amplitude der Temparatur im Oktober
  • Besonders sortentypische Aromatik
  • Hohes Lagerpotenzial durch langes Feinhefelager und zunehmendes Aromenspektrum

Rotweine:

  • Reine, reife Früchte in der Nase
  • Weiche, zarte Gerbstoffstruktur
  • Gelungener Gesamteindruck und schöne Balance

2007 - Ein großer Jahrgang!

Weißweine:

  • Wachstum der Reben sehr früh im April
  • Vegetationsvorsprung von fast drei Wochen im August
  • Einmalige Aromatik - sehr langlebig

Rotweine:

  • Bereits im August einsetzende Reife
  • Lese von konzentrierten Früchten
  • Farbintensiv, sehr fruchtig und dicht mit großem Potential

2006 - Ein Herbst mit Temperaturrekorden bescherte hohe Qualitäten.

Weißweine:

  • Frische, sortentypische Fruchtaromen
  • Harmonisch eingebundene Säure
  • Besonders fein fruchtige und mineralische Rieslinge

Rotweine:

  • Stoffig und gehaltvoll
  • Angenehm niedrige Säurewerte
  • Durch Holzfass- und Barriqueausbau kräftige Rotweine mit eingebundener Holznote und dezenten Beerenaromen

2005 - Ein Wunschjahrgang für Winzer.

Weißweine:

  • frische, saftige Frucht durch frühere Lese als gewöhnlich
  • insbesonders bekömmliche Säure
  • Alkoholgehalte moderat - sehr schöne, leichte Sommerweine

Rotweine:

  • dicht und aromatisch durch Schönwetterperiode im Oktober
  • hohe Farbstoffwerte, genügend Gerbstoffe, gut balanciert
  • Fruchtentwicklung abwarten

2004 - Durchschnittlich guter Jahrgang.

  • Die Weine vom Jahrgang 2004 sind frisch, fruchtig und leichter als vom Vorgängerjahr 2003
  • Typischer Weißweinjahrgang mit fruchtigen Aromen
  • guter Balance von Frucht/ Säure/ Alkohol
  • frühe Trinkreife
  • Rotweine fruchtbetont, dezenter Gerbstoff, moderater Alkoholgehalt

2003 - Durch heiße Witterungsverhältnisse ein Spitzenjahrgang

  • kräftige stoffige Weine
  • außergewöhnlich hohe Zuckergehalte durch trockenen und warmen Sommer
  • geringe Säure bei Weißweinen
  • hohe Farbdichte und kräftige Gerbstoffe bei Rotweinen mit hohen Alkoholwerten